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Rod Hanna

Staatsparks, die man gesehen haben muss

Wenn es in der Natur jemals so etwas wie eine Schachtel durch und durch köstlicher Pralinen gab, dann ist es die reichhaltige Sammlung von Naturschätzen, faszinierenden historischen Stätten und einzigartigen Sehenswürdigkeiten, die im Rahmen des umfangreichen kalifornischen Staatsparksystems unter Schutz gestellt wurde. Die 280 einzelnen Bestandteile umfassen eine erstaunliche Vielfalt an Landschaften, geschichtsträchtigen Orten und Freizeitmöglichkeiten: wilde Strände, üppige Wälder, tosende Wasserfälle, ausgedehnte Wüsten und Bergwerke aus der Zeit des Goldrauschs. Wenn Sie Ihre Reisepläne schmieden, dann sollten Sie diese handverlesene Auswahl an Staatsparks als Muss betrachten.

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Lorres Gold Mine

Empire Mine State Historic Park

Empire Mine State Historic Park
Besichtigen Sie eine Villa aus der Zeit des „Goldrauschs“ und tauchen Sie ab in den Untergrund!

Ein Besuch an diesem bemerkenswerten Ort in Grass Valley, gut 90 Kilometer nordöstlich von Sacramento, beschert Ihnen gleich zwei Erlebnisse auf einmal. Gehen Sie zuerst in das Besucherzentrum, um alles über die älteste, größte, tiefste, längste und ertragreichste Goldmine Kaliforniens zu erfahren, aus der im Laufe eines Jahrhunderts – bis sie 1956 geschlossen wurde – knapp 159 Tonnen Gold zutage gefördert wurden – genug, um einen knapp zehn Kubikmeter großen Würfel zu füllen. Um ein Gefühl für die Größe der Mine zu bekommen, können Sie sich ein maßstabsgetreues Modell des 13 km² großen Netzes von Stollen und Schächten anschauen und dann außen den Eingangsbereich der eigentlichen Mine besichtigen – ein kleiner Ausschnitt aus einem atemberaubenden unterirdischen Labyrinth von Gängen mit einer Gesamtlänge von fast 600 Kilometern. 

Danach müssen Sie – sowohl geistig als auch körperlich – umschalten, wenn Sie das Anwesen von William Bowers Bourn Jr.  besichtigen, der die Verwaltung der Mine 1879 übernommen hatte. Bourn Cottage – ein bescheidener Name für diesen herrlichen Landsitz, für den weder Kosten noch Mühen gescheut wurden, um eine zweigeschossige Zitadelle nach dem Muster vornehmer Adelshäuser aus dem England des 19. Jahrhunderts mit Interieurs aus Rotholz und bleiverglasten Fenstern zu errichten.  

Von Mai bis September werden hier Führungen angeboten. Die Mine Yard Tour beleuchtet das harte Leben der Bergarbeiter, die hier schufteten, und die andere Seite des Lebens lernen Sie dann auf der Cottage Grounds Tour kennen, bei der Sie auch das prächtige Bourn Cottage besichtigen. 

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Marshall Gold Discovery

Marshall Gold Discovery
Sehen Sie selbst, wo der „Goldrausch“ begann!

Wenn Sie heutzutage über diesen verschlafenen Abschnitt der kurvenreichen Staatsstraße 49 zwischen Auburn und Placerville fahren, dann fällt es schwer zu glauben, dass genau diese Region einmal das blühende Zentrum eines der prägendsten Ereignisse in der Geschichte Kaliforniens bildete. Hier am American River, der von der Schneeschmelze in den Bergen gespeist wird und an dem winzigen Dörfchen Coloma vorbeifließt, entdeckte Sägemühlenarbeiter James Marshall das erste Funkeln des Edelmetalls im Schlick des Flusses – und damit begann der “Gold Rush” („Goldhatz“, irrtümlich als „Goldrausch“ übersetzt) von 1849.

Coloma explodierte zu einer Stadt mit 10.000 Einwohnern – eine Schule, ein Kaufhaus und ein Postamt mit Blechdach schossen aus dem Boden. Diese und andere historische Gebäude sind heute als Bestandteile des Marshall Gold Discovery State Historic Park unter Schutz gestellt. Es gibt zudem ein interessantes Gold Discovery Museum, und Kinder können sich im Goldwaschen versuchen. Folgen Sie laubigen Wegen am Flussufer entlang, wenn Sie ein schattiges Plätzchen für ein Picknick suchen. Gerne können Sie auch zum Abendessen bleiben: Das Dinner im Café Mahjaic (in einem Backsteingebäude von 1855 in dem noch winzigeren Nachbarstädtchen Lotus) ist ein wahrer Traum – mit heimischen Zutaten in leckeren Gerichten wie freilaufendem Huhn, gebraten mit Schalotten, Speck und Champignons.

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Laura Flippen

Columbia State Historic Park

Columbia State Historic Park
Versetzen Sie sich in diesem Juwel des Gold Country zurück in die 1850er Jahre!

Nostalgischer Charme und ein Bergwerk voller historischer Artefakte erwecken in diesem Park den “Gold Rush” anschaulich zum Leben. Dozenten in Kostümen führen Sie nicht nur durch diese mit großer Sorgfalt erhaltenen Stadt an der Hauptader (auf dem Höhepunkt des „Goldrauschs“ die zweitgrößte Stadt Kaliforniens), sondern sie leben und arbeiten auch hier in Geschäften und Berufen, die es damals schon gab. Fahren Sie in einer echten Postkutsche, bestellen Sie sich eine leckere Stechwinden-Limonade aus heimischer Herstellung in einem Saloon im Western-Stil, oder spüren Sie die Hitze einer Schmiede hautnah! Außerdem gibt es hier ein Büro des ehemaligen Postkutschendienstes Wells Fargo und andere Relikte aus den frühen Bergwerkstagen Kaliforniens. Selbst die Geräuschkulisse dieser Stadt erinnert an vergangene Zeiten: Weil Autos hier verboten sind, hört man noch immer das Klappern von Pferdehufen.

Die kostenlosen historischen Besichtigungstouren durch den Park starten an Wochenenden (und von Mitte Juni bis Anfang September [Labor Day] auch unter der Woche) um 11 Uhr am Museum. Von 13 bis 16 Uhr am zweiten Samstag in jedem Monat finden Gold Rush Days („Goldrauschtage“) statt, an denen kostümierte Dozenten Anleitungen in Handarbeiten geben und spezielle Führungen anbieten und sich Kinder im Goldwaschen versuchen können. 

Insider-Tipp: Im Sommer kann es heiß und an Wochenenden voll werden – legen Sie Ihren Besuch also, wenn es geht, auf einen frühen Morgen unter der Woche.

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Kodiak Greenwood

Bodie

Bodie
Besichtigen Sie die unheimlichen Überreste einer ehemaligen “Boomtown”

Irgendwie passt die holprige, staubige Wüstenstraße, auf der man die letzten Kilometer zum Bodie State Historic Park zurücklegt, zu diesem Ort. Hinter der letzten Kurve dieser gramerfüllten Straße passieren Sie den einsamen Friedhof auf einem mit Salbei übersäten Hügel an der Südwestseite der Stadt und schauen hinab auf die zerfallenen Überbleibsel einer vergessenen Zeit – und eine fast vergessene Siedlung. Ende des 19. Jahrhunderts noch war Bodie eine blühende Goldgräberstadt mit fast 10.000 Einwohnern. Als die Goldfunde nachließen, verließen aber immer mehr Menschen die Stadt, bis schließlich – vor rund einem halben Jahrhundert – die letzten fortzogen und die Gebäude den trockenen Wüstenwinden überließen.

Heute können Sie über die stillen und staubigen Straßen dieser faszinierenden Geisterstadt schlendern, in der Läden, Hotels und einfache Wohnhäuser mit Sorgfalt so erhalten wurden, wie sie aussahen, als Bodie zur Geisterstadt wurde. Achten Sie auf Bilder aus der damaligen Zeit in den Zeitungen, die man zur Isolierung in die Wände gestopft hat! Alte Lkw und Tankstellen, eine verwitterte Holzkirche und jener einsame Friedhof veranschaulichen das Leben – und den Tod – in dieser entlegenen Ecke der kalifornischen Hochwüste.

Bringen Sie unbedingt Essen und Getränke mit, denn es gibt hier keine Verkaufsstände oder Geschäfte (allerdings Trinkwasser)! Ein Buchladen hält jede Menge interessanter Informationslektüre vorrätig, und eine Besichtigung auf eigene Faust ist ebenfalls sehr informativ und durchaus empfehlenswert.

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Kodiak Greenwood

Spotlight: Hearst Castle

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Herrliche Panoramaaussichten und ausschweifendes Design

Prachtvillen gibt es in Kalifornien wie Sand am Meer, denn hier haben Filmstars und IT-Millionäre ihre Paläste gebaut und sie stetig mit neuen...

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Crystal Cove State Park by Harriot Manley

Crystal Cove State Park

Crystal Cove State Park
Schlendern Sie über einen perfekten Strand mit einer faszinierenden Vergangenheit!

Im Jahre 1912 beschrieb ein früher Künstler aus Laguna Beach, er habe eine zerklüftete Küste gefunden „mit Bucht an Bucht und Landspitze an Landspitze, goldenen Klippen und tiefblauem und violettem Ozean und klaren smaragdfarbenen Becken, träger See und dröhnender Brandung.“ Noch hundert Jahre später finden Sie diese Welt in dem knapp tausend Hektar großen Küstenpark vor. Landein- und ‑aufwärts können Sie zu Fuß oder mit dem Mountainbike Wege durch das Vorgebirge erkunden, die besonders hübsch sind, nachdem winterlicher Regen die Gräser zu grünem Leuchten gebracht hat. Wandern Sie entlang der fünf Kilometer langen Küstenseite des Parks, um eine perfekte kleine Sandbucht mit familienfreundlichem Wellengang zu finden (auch beliebt bei Brandungsanglern). Eine weitere Entdeckung hier: der Crystal Cove State Park Historic District – bestellen Sie einen Ahi-Burger (Gelbflossenthun) im Beachcomber in Crystal Cove, oder holen Sie sich einen cremigen Shake aus Ruby’s Shake Shack, um ihn mit an den Strand zu nehmen. Es gibt auch 21 restaurierte rustikale Strandhäuser, die für Übernachtungen angemietet werden können – sie sind allerdings äußerst beliebt, und man braucht Geduld und Ausdauer, um eines von ihnen zu ergattern; Einzelheiten finden Sie auf der Website.

 

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Emerald Bay by Rod Hanna

Emerald Bay State Park

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Emerald Bay State Park
Besuchen Sie diese exquisite Bucht am Lake Tahoe zu Fuß oder mit dem Boot!

Schauen Sie hinunter auf diese erstaunliche Bucht und Sie werden verstehen, weshalb Mark Twain den Lake Tahoe als „das schönste Bild, das die ganze Erde zu bieten hat“ bezeichnete. Während der See selbst durch seine bemerkenswerte Klarheit und Tiefe so blau wie ein Topas funkelt, schimmert diese etwas flachere Bucht am Westufer eher in wunderschönen Blaugrüntönen, die noch hervorgehoben werden durch das winzige Fannette Island mitten in der Bucht, das einzige Inselchen im Lake Tahoe. Von großen Haltebuchten an der Staatsstraße 89 können Sie nach den Ruinen eines kleinen steinernen Teehauses auf dem Eiland Aussicht halten. Dieses Häuschen und die am nahen Ufer erbaute steinerne „Burg“ namens Vikingsholm, ein Gebäude im nordischen Stil mit 38 Zimmern, sind das Werk von Lora Knight, einer außergewöhnlichen Frau, die sehr reich geheiratet hatte und ihr Vermögen einsetzte, um junge Menschen auszubilden, die es sich sonst nicht hätten leisten können. Erfahren Sie mehr über sie und besichtigen Sie ihr mit viel Liebe zum Detail von Hand errichtetes Sommerhaus, die Nachbildung einer skandinavischen Burg aus dem 9. Jahrhundert. Touren werden von Ende Mai (Memorial Day) bis Anfang September (Labor Day) mehrmals täglich angeboten – sie sind auf jeden Fall den Fußmarsch vom Parkplatz aus wert. 

"Schauen Sie hinunter auf diese erstaunliche Bucht und Sie werden verstehen, weshalb Mark Twain den Lake Tahoe als „das schönste Bild, das die ganze Erde zu bieten hat“ bezeichnete."

Sie erreichen die Emerald Bay auch auf dem beliebten und leicht begehbaren Rubicon Trail, der vom D. L. Bliss State Park sechs Kilometer weit am Seeufer entlang südwärts zur Bucht führt. Eine weitere kurze Wanderung, für deren Mühe man reich belohnt wird, ist der anderthalb Kilometer lange Weg, der auf der seeabgewandten Westseite des Highway gegenüber der Emerald Bay beginnt und zu den eisigen Kaskaden von Eagle Falls mit einem Panoramablick auf die Emerald Bay und Lake Tahoe führt. Kreuzfahrten wie die auf dem Schaufelraddampfer Tahoe Queen schließen ebenfalls Besuche an der Emerald Bay ein. Außerdem gibt sie ein schönes Ausflugsziel ab, wenn Sie am Südufer ein Boot mieten. Falls Sie in Spendierlaune sind, buchen Sie gleich eine Kreuzfahrt auf einer privaten Jacht bei Lake Tahoe Boat Rides – unterwegs erläutert Ihnen der Kapitän die abwechslungsreiche Geschichte dieser Region.

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Richard Masoner/ Flickr

Big Basin Redwoods State Park

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Big Basin Redwoods State Park
Uralte Mammutbäume und Camping unmittelbar nördlich der Stadt

Dieses bemerkenswerte Schutzgebiet, der älteste Staatspark Kaliforniens, ist ein smaragdgrünes Juwel in den Santa Cruz Mountains. Mit über 130 Kilometern Wanderwegen durch Mammutbaumwälder und andere grüne Lebensräume bildet das Big Basin („große Becken“) ein ansprechendes Wochenendausflugsziel für die Bewohner des Silicon Valley, das ungefähr eine Autostunde westlich liegt. Eltern lassen ihren Kleinen gerne freien Lauf, damit sie ihre Zehen in die klaren Gebirgsbäche halten können oder allen Mut zusammennehmen, um eine Bananenschnecke zu küssen (fragen Sie die Einheimischen: als Nordkalifornier muss man das unbedingt einmal gemacht haben).

Das Big Basin bietet eine Vielzahl an Campingplätzen, darunter 38 reservierungsfreie: Sie spazieren einfach hinein und können nach ein paar Schritten Ihr Zelt an einem ruhigen und friedlichen Ort aufstellen. Wandern, reiten oder radeln Sie mit dem Mountainbike auf markierten Wegen! Trekker lieben den 17 km langen Skyline to the Sea Trail, der am Waddell Creek entlang zum Meer und dem nahen Theodore J. Hoover Natural Preserve verläuft. Es gibt daneben aber auch viele leichte Spazierwege mit schönen Aussichten, wie etwa den 6 km langen Sequoia-Rundweg (einschließlich eines kleinen Wasserfalls) und den einen Kilometer langen Redwood-Rundweg, der Sie zu einigen der höchsten Bäume des Parks führt. Holen Sie sich bei den Rangers im Parkhauptquartier Rat und Karten zum Wandern, und erkundigen Sie sich nach geführten Wanderung in der Abenddämmerung und Lagerfeuer-Programmen.

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Tai Power Seeff

Prairie Creek Redwoods State Park

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Prairie Creek Redwoods State Park
Erkunden Sie eine Welt der Superlative mit großen Bäumen, großen Wapitis und großen Augen!

Ein Besuch in diesem fast 57 km² großen Park ist, als durchschreite man das Tor zu einer Welt, in der alles riesig und grün ist – ein Regenwald, in dem sich Farne über bemooste Wege spannen und Fleckenmuster aus Licht und Schatten bilden. Beginnen Sie Ihre Erkundung mit einer Wanderung zwischen den uralten Mammutbäumen auf dem fünf Kilometer langen Prairie Creek and Cathedral Tree Loop, einem Rundweg, der am Besucherzentrum des Staatsparks beginnt. Vom ersten Schritt an lautet das Stichwort „üppig“.

"Ein Besuch in diesem Park ist, als durchschreite man das Tor zu einer Welt, in der alles riesig und grün ist."

Moos bedeckt Steine, Flechten hängen von den Ästen, der heimische Sauerklee (Oxalis oregana) wächst am Boden, und Bäume erreichen gigantische Ausmaße. Wenn Sie aus dem Staunen wieder herausgekommen sind, sollten Sie zur Elk Prairie fahren, einer goldenen Wiese, auf der Sie gute Chancen haben, Roosevelt-Wapitis zu sehen – mit einem Gewicht von bis zu einer halben Tonne die größten in Kalifornien lebenden Landtiere. Auch wenn Sie gutmütig erscheinen, während sie gelangweilt Gras kauen, sollte man ihnen nicht zu nahe kommen, insbesondere nicht den Männchen während der herbstlichen Brunftzeit. Und wenn Sie schon einmal an der Elk Prairie sind, können Sie auch gleich noch den Trillium Falls Trail mitnehmen, einen vier Kilometer langen Rundweg zwischen alten Mammutbäumen.

Danach dürfen Sie sich wieder ins Auto setzen. Der asphaltierte 16 Kilometer lange Newton B. Drury Scenic Parkway – die Panorama-Alternative zur Staatsstraße 101 – windet sich zwischen stillen Wäldern hindurch, die bis in den Himmel ragen. Halten Sie kurz an für einen Abstecher zum Big Tree, der seinen Namen zu Recht trägt, und halten Sie nach weiteren Wapitiherden Ausschau.

Abenteuerlustigere Fahrer führt die unbefestigte Davison Road zum Gold Bluffs Beach, einem 16 Kilometer langen Küstenabschnitt, an dem Goldsucher Mitte des 19. Jahrhunderts im Sand nach Goldstaub gruben. Sie können an diesem Strand zelten, aber vergessen Sie nicht, Ihr Zelt gut zu verankern, denn der Wind kann hier heftig werden. Fahren Sie an Gold Bluffs vorbei zum Ende der Straße, wo der Wanderweg zum Fern Canyon beginnt. Hier haben Sie zwei Möglichkeiten: einen anderthalb Kilometer langen Rundweg durch den faszinierenden Fern Canyon oder eine längere Wanderung auf dem Coastal Trail (Küstenweg) an drei Miniaturwasserfällen vorbei. 

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Alexa Miller

Julia Pfeiffer Burns State Park

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Julia Pfeiffer Burns State Park
Schauen Sie, wie ein Wasserfall auf den Strand stürzt!

Haben Sie Lust auf eine kleine Wanderung mit einer großen Belohnung? Der hin und zurück nur 800 Meter lange Waterfall Overlook Trail im Julia Pfeiffer Burns State Park ist möglicherweise das beste Angebot dieser Art auf der ganzen Welt. Der nahezu steigungsfreie Spazierweg endet an einem Aussichtspunkt am Meer mit einem herrlichen Blick auf die McWay Falls, eine Lieblingsstelle der Big-Sur-Pionierin Julia Pfeiffer Burns, nach der dieser Park benannt ist. Julia besaß offenbar einen guten Geschmack. Der Wasserfall stürzt knapp 25 Meter von der Kante der Granitklippe in eine sandige Bucht, und die Idylle wird nicht einmal durch Fußabdrücke im Sand getrübt, denn dieser Strand ist für die Öffentlichkeit gesperrt.

Sollten Sie Lust auf eine etwas längere Wanderung haben, dann laufen Sie auch noch den Ewoldsen Trail ab, einen drei Kilometer langen Rundweg, der auf und ab durch Mammutbaum-Primärwald und Küstenunterholz führt. Für die rund 500 Meter Höhenunterschied, die Sie dabei zu bewältigen haben, werden Sie mit atemberaubenden Panoramen am gesamten Weg entlang belohnt.

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Limekiln Falls by Carson/Flickr

Limekiln State Park

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Limekiln State Park
Besichtigen Sie historische Meiler und wandern Sie zum Strand!

Anmerkung: Limekiln State Park ist von den Big Sur Straßensperrungen betroffen - aktuelle Informationen zur Erreichbarkeit finden Sie auf der Webseite des Parks.

Wie der Name ahnen lässt, war der Limekiln State Park einst Standort eines florierenden Kalkofenbetriebs, und auf kurzen Spaziergängen können Sie die Ruinen von vier Kalkmeilern besichtigen. Ende der 1880er Jahre wurde hier Kalkstein von einem nahegelegenen Hang abgebaut und dann in diesen riesigen Meilern aus Eisen und Stein zu Branntkalk verarbeitet. Die enorme Hitze, die durch das Verfeuern von Mammutbaumholz erzeugt wurde, ließ das Kohlendioxid entweichen und erzeugte den Kalk, der im Bauzement Verwendung fand, den man wiederum weiter nördlich, um Monterey, bei Bau von Häusern einsetzte.

Als den Kalkbrennern der Kalkstein und die Mammutbäume ausgingen, wurden die Meiler stillgelegt. Der Wald erholte sich glücklicherweise, und heutzutage spendet der Sekundärwald dieses Parks angenehmen Schatten. Sie können zu den Limekiln Falls wandern oder den leichten Weg hinunter zum Sandstrand des Parks gehen. Es gibt hier auch 28 Zeltplätze.

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Pfeiffer Big Sur State Park courtesy of CTTC

Pfeiffer Big Sur State Park

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Pfeiffer Big Sur State Park
Wandern Sie durch Mammutbaumwälder zum Big Sur River!

Hinweis: Pfeiffer Big Sur State Park ist begrenzt geöffnet und die Verfügbarkeit der Campingplätze läuft nach dem Prinzip: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Parks.

Die südlichsten Vorkommen der Küstenmammutbäume Kaliforniens findet man an der Küste von Big Sur, und in diesem Juwel von einem Park erhalten Sie einen guten Eindruck von ihrer kathedralengleichen Schönheit und vom angenehmen Schatten, den sie spenden. Die Ursprünge des Parks liegen bei den frühen Siedlern: John Pfeiffer, Nachfahre deutscher Auswanderer, siedelte sich auf rund 65 Hektar Land in dieser Gegend an (seine Hütte aus dem Jahre 1884, die ursprünglich hoch über der Big Sur River Gorge stand, wurde am Gorge Trail des Parks rekonstruiert). In den 1930er Jahren wurde Pfeiffers Grundstück zum ersten Baustein dieses wunderschönen Parks.

Ein kleines, aber feines Wegenetz schlängelt sich durch das inzwischen 400 Hektar große Schutzgebiet. Viele Wege sind aufgrund von Feuer- und Überschwemmungsschäden geschlossen; bitte informieren Sie sich auf der Pfeiffer Big Sur State Park Webseite oder Facebookseite über aktuelle Wiedereröffnungen einzelner Pfade. Verlängern Sie Ihren Aufenthalt mit einer Übernachtung in der bescheidenen Big Sur Lodge des Parks, oder reservieren Sie einen Zeltplatz am Flussufer (die Stellen werden oft schon lange vorab gebucht, vor allem im Sommer, daher sollten Sie unbedingt vorausplanen).

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Salt Point State Park by Paul Hamilton/Flickr

Salt Point State Park

Salt Point State Park
Zelten und wandern Sie in einem von der Brandung zerfurchten Küstenstreifen!

Im Salt Point State Park treffen Land und Meer in einem fast 2.500 Hektar großen Gebiet an der Küste von Sonoma, rund 150 Kilometer nördlich von San Francisco, in wundervoller Weise aufeinander. Grasterrassen krönen einen windgepeitschten Küstenabschnitt, an dem Sandsteinklippen abrupt in den Pazifik abfallen. In Gezeitenbecken und Kelpwäldern tummeln sich Meeresbewohner, und tatsächlich bilden die Gewässer vor der Küste eines der ersten Unterwasserschutzgebiete Kalifornien, die Salt Point State Marine Conservation Area.

Der herrliche Küstenpark, der von der Staatsstraße 1 durchschnitten wird, liegt 27 Kilometer nördlich der Mündung des Russian River und des Dörfchens Jenner und liefert viele gute Gründe, anzuhalten und zu fotografieren. Besser aber noch: Sie steigen aus und fangen an, die Gegend zu Fuß zu erkunden. Sie haben die freie Wahl unter gut 30 Kilometern Wanderwegen, die Sie zu Sehenswürdigkeiten der Natur führen, wie etwa den von Wind und Wasser geformten Tafoni oder den Wabenmustern in den Sandsteinformationen. Unternehmen Sie einen kurzen (aber steilen) Abstecher zum Zwergwald des Parks mit verkrüppelten Zypressen und Kiefern! Begeben Sie sich anschließend vom Haupteingang des Parks nach Norden zur Fisk Mill Cove, die für ihre Meerschnecken bekannt ist, und folgen Sie einem flachen Weg oberhalb der Steilküste entlang, der sich durch einen Rhododendren- und Farnwald schlängelt! Durch Lücken in der Vegetation erspähen Sie kleine felsige Strände mit tosender Brandung, verspielten Seehunden und emsigen Seeohrtauchern. Sparen Sie sich noch etwas Energie auf, um den Sentinel Rock zu erklimmen, von dessen Gipfel Sie atemberaubende Aussichten auf die Küste genießen!

Hinweis vom Insider: Der Salt Point State Park verfügt über zwei Campingplätze, die ideal für Familien ohne Campingerfahrung sind. An windstillen Tagen bietet der Gerstle Cove Campground auf der dem Meer zugewandten Seite der Staatsstraße herrlichen Meerblick, während an windigen Tagen eher der Woodside Campground zu empfehlen ist, die auf der geschützteren Ostseite des Highway im Schatten von Kiefern liegt.

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Jeff Mosers/ Flickr

Grover Hot Springs State Park

Grover Hot Springs State Park
Aalen Sie sich in einer naturbeheizten Mineralquelle!

In einem Einschnitt der High Sierra, rund eine Autostunde südsüdöstlich des Lake Tahoe, sprudeln Mineralquellen aus der Erde, Zeugen der geologischen und geothermalen Kräfte, die diese Landschaft geformt haben. Die Quellen dieses Staatsparks im Westen des idyllischen Bergstädtchens Markleeville wurden möglicherweise 1844 von John C. Frémont entdeckt, jenem Forscher, der als erster „Weißer“ den Lake Tahoe gesehen haben soll – die Historiker streiten allerdings noch darüber. Fest steht jedenfalls, dass Menschen seit den 1850er hierher strömen, um in diesen heilenden Wassern zu „kuren“.

Die Becken des Parks werden aus sechs verschiedenen Quellen gespeist, die geringe Mengen Schwefel enthalten, weshalb Sie nicht den penetranten Gestank fauler Eier vernehmen, der von vielen anderen Thermalquellen ausgeht. Das Wasser tritt mit brühheißen 64 °C aus der Erde, wird aber heruntergekühlt, bevor es in die beiden Betonbecken des Parks geleitet wird: in eines zum „Einweichen“ bei unbedenklichen 39 °C und in das andere zum Schwimmen und Baden bei einer dafür angenehmen Temperatur.

Die Becken sind die meiste Zeit des Jahres geöffnet, allerdings variieren die Öffnungszeiten in der Nebensaison zwischen September und Mai, so dass es sich empfiehlt, vorher anzurufen unter +1 530 694‑2249. Der Staatspark verfügt zudem über einen Campingplatz mit 76 Zeltplätzen. Einige der Wanderwege sind auch für Kinder leicht zu bewältigen (Sie sollten unbedingt am Hot Springs Creek entlang zum Wasserfall laufen), während die etwas längeren in die umliegende Bergwelt führen.