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Burney Falls by Kodiak Greenwood

Trip 4-6 Tage 10 stops

Von den Vulkanen zum Meer

Diese bemerkenswerte Autoreise beginnt in der Hauptstadt des Staates, in Sacramento, und schlängelt sich dann nordostwärts durch den wilden Nordosten Kaliforniens – eine Gegend mit ungefährlichen Vulkanen wie dem Mount Shasta und dem Lassen Peak im Lassen Volcanic National Park. Entdecken Sie plätschernde Wasserfälle auf stillen, menschenarmen Wegen, oder mieten Sie sich ein Hausboot auf einem glitzernden See. Fahren Sie dann schnurstracks nach Westen durch viele Kilometer herrlicher Wälder, um in Eureka – einer Boomtown aus der Zeit des “Gold Rush”, in der heute Kunstgalerien und Kleinbrauereien sprießen – eine Vorstellung von der Geschichte des echten „Wilden Westens“ zu bekommen.

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The Delta King and Tower Bridge from Old Sacramento

Sacramento

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Sacramento
Goldene Vergangenheit, glänzende Zukunft

Beginnen Sie Ihre Reise im Mittelpunkt des Staates, wo auch die Hauptstadt Sacramento liegt. Wie viele Städte erlebt auch die Hauptstadt Kaliforniens derzeit eine dynamische Erneuerung. Junge Menschen auf der Suche nach Stadtatmosphäre ziehen in diese unauffällige Stadt, und für sie schießen überall Kleinbrauereien, Kneipen mit guter Küche und schicke Boutiquen aus dem Boden. Preisgekrönte Köche wecken Aufmerksamkeit, weil sie sich auf regionale Zutaten spezialisieren, und gute Beziehungen zwischen Restaurants und den umliegenden Bauernhöfen sind längst nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. An heißen Sommertagen sind die Abende hier angenehmer als an nahezu jedem anderen Ort im Staat, wenn die Einheimischen auf den Veranden ihrer eleganten viktorianischen Häuser sitzen und Kinder bis zum Sonnenuntergang in Grünanlagen spielen.

Als Staatshauptstadt hat Sacramento natürlich einiges zu bieten, und nicht selten treffen sich bunte Gruppen rund um das überkuppelte Kapitolsgebäude. Museen findet man hauptsächlich im Bereich der Capitol Mall und in der historischen Altstadt von Sacramento, jenem renovierten Stadtbezirk am Sacramento River, der zur Zeit des „Goldrauschs“ Dreh- und Angelpunkt des Geschehens war. Es ist leicht, von einem dieser Orte zum anderen zu gelangen, und Verkehrsstauungen sind meist nur von kurzer Dauer. Außerdem wurde Sacramento von der League of American Bicyclists (Liga amerikanischer Radfahrer) mit dem Gold-Preis für Fahrradfreundlichkeit ausgezeichnet – es ist also auch eine Stadt, die man sehr gut auf dem Drahtesel erkunden kann, denn sie verfügt über breite Radspuren und befestigte Radwege entlang des Sacramento und des American River. Zusätzlich gibt es eine praktische Stadtbahn, die beliebte Orte innerhalb der Stadt miteinander verbindet.

Nachdem Sie sich die Kunst und die Geschichte von Sacramento zu Gemüte geführt haben, fahren Sie nach Norden durch das fruchtbare Central Valley und biegen dann nach Westen in die Universitätsstadt Chico ab, wo es eine der bekanntesten Kleinbrauereien Kaliforniens gibt.

Weitere Ideen
Nächster Halt
Sierra Nevada Brewing Co. (142 km; 1 Std. 28 Min.)
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Matt Kern/Flickr

Sierra Nevada Brewery - Chico

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Sierra Nevada Brewery - Chico
Erheben Sie das Glas auf die kalifornischen Braumeister, die die Kunst des Brauens neu erfunden haben

Nachdem Sie durch weites Agrarland gefahren sind, wirkt die belaubte Stadt Chico besonders einladend. Hier gibt es eine staatliche Universität, und wo Studenten sind, da ist das Bier meist nicht weit – und in diesem Fall ist es besonders gutes Bier.

Verschaffen Sie sich einen Eindruck vom sogenannten “Craft”-Bier an jener Stelle, wo die momentane Mode ihren Anfang nahm, bevor sie nicht nur Chico, sondern den gesamten Staat erfasste, und besuchen Sie den weitläufigen Komplex von Sierra Nevada Brewing mit Verkostungsraum, Restaurant und der eigentlichen Brauerei. Sie können sie auf eigene Faust besichtigen oder an einer der Führungen teilnehmen, bei denen sie beispielsweise sehen können, was die Brauerei mit der größten privaten Sonnenenergieanlage Kaliforniens für die Umwelt tut sich oder wo sich bis zu fünf Bierliebhaber die Funktionsweise des Betriebs im Detail erklären lassen können. Alle Touren enden natürlich mit einem kühlen Bier im Taproom & Restaurant unter schattigen Rankgerüsten. Sierra Nevada Brewing diente anderen kleinen Brauereien in der Gegend als Vorbild – und natürlich schadete es auch nicht, dass Chico nun mal eine Universitätsstadt ist. Schauen Sie in der Handle Bar vorbei, wenn Sie eine große Auswahl an “Craft”-Bieren vom Fass suchen!

Wenn Sie sich die Beine vertreten möchten, dann besuchen Sie den wunderschönen Bidwell Park von Chico, wo es auch Badestellen gibt, an denen man sich erfrischen kann, und Wanderwege in wilde Schluchten. Füllen Sie Ihr Auto anschließend mit Treibstoff und Proviant, und fahren Sie auf einer attraktiven Strecke, die an Bauernständen und Kleinbauernhöfen vorbeiführt, weiter nach Norden.

Nächster Halt
Tehama Trail (48 km; 33 Min.)
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Kodiak Greenwood

Tehama Trail

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Tehama Trail
Besuchen Sie Bauernhöfe und Obststände am Sacramento River!

Nördlich von Chico entdecken Sie eine überraschend üppige Region um den belaubten und kühlen Sacramento River. Nährstoffreiche Erde und viel Wasser haben diese fruchtbare Gegend für Bauernhöfe prädestiniert, und viele davon laden Besucher ein, frische Erzeugnisse, hausgepresstes Olivenöl und andere regionale Lebensmittel zu kosten.

Der Tehama Trail, den einheimische Bauern anlegten, schlängelt sich durch ländliche Gemeinden und verknüpft die Ländereien von knapp zwei Dutzend Winzern, Obstbauern, Weiderinderzüchtern und anderen Herstellern besonderer Fleischerzeugnisse. Man kann die Fahrt natürlich an jeder Stelle beginnen, aber genaugenommen beginnt sie in Corning, einem Städtchen, das man schon seit Generationen mit Oliven in Verbindung bringt. Halten Sie an am kultigen Olive Pit, um die traditionellen schwarzen und grünen Oliven zu kosten oder auch ausgefallenere Varianten wie sizilianische Oliven, gefüllt mit Kräutern, Knoblauch und Käse. Schauen Sie anschließend im schnittigen und glänzenden Verkostungsraum von Lucero Olive Oil vorbei, um hausgemachte Olivenöle und Essige zu kosten und stilvolle Mitbringsel zu erstehen.

Fahren Sie auf dem Tehama Trail weiter, um alte Tomatensorten, saftige Pflaumen und Pfirsiche, frischgepflückte Beeren sowie frischen Kuchen und Honig zu kosten und zu kaufen. Schauen Sie im New Clairvaux Vineyard im winzigen Vina vorbei, unmittelbar südlich von Redding, wo Sie von Trappisten (ja, echten Mönchen!) eingeladen werden, auf dem Klostergelände ihren Barbera, Grauburgunder und andere Rebsorten zu kosten.

Von hier aus fahren Sie nun zuerst nach Osten und dann nach Norden weiter, um eine der faszinierendsten und wildesten Regionen Kaliforniens kennenzulernen. Besuchen Sie zuerst eine bemerkenswerte und äußerst familienfreundliche Gäste-Ranch in der Nähe der Südzufahrt des Lassen Volcanic National Park.

Nächster Halt
Lassen Volcanic National Park (114 km; 1 Std. 17 Min.)
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Mike Scott

Drakesbad - Lassen Volcanic National Park

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Drakesbad - Lassen Volcanic National Park
Sehen Sie wo die Erde immernoch dampft und kocht

Der Lassen Peak, der oft ganzjährig schneebedeckt ist, zeichnet sich am Horizont ab, wenn Sie nach Osten fahren: ein kegelförmiger Vulkan, der leicht über die wellige Ebene ragt, die von Eichenbäumen und von großen Felsblöcken vulkanischen Ursprungs übersät ist. Der Lassen Peak ist noch immer aktiv (der letzte Ausbruch fand 1917 statt), doch zwischen den blubbernden Schlammtöpfen, dampfenden Geysiren und andere Phänomenen sind die Besucher sicher.

Die Landschaft wird schroffer und die Nadelwälder werden dichter, wenn Sie sich dem Städtchen Chester an der Südzufahrt zum Lassen Volcanic National Park nähern. Fahren Sie etwa fünf Kilometer in den Park hinein zur Drakesbad Guest Ranch. Diese Lodge aus dem Jahre 1900 bietet eine gemütliche Unterkunft im Südosten des Parks mit ein paar hübschen Extras: Massagediensten, geführten Ausritten sowie einem Restaurant und einer freundlichen Bar, in der Sie sich nach einem anstrengenden Wandertag ein kühles Bier genehmigen können – auch dann, wenn Sie nicht hier nächtigen. Mit den Petroleumlampen, die die meisten Hütten der Lodge erhellen, bequemen Holzstühlen vor perfekter Kulisse und Wanderwegen in alle Richtungen kommt an diesem entlegenen Ort ein angenehm heimeliges Gefühl auf. Es gibt nur Vollpension, und die Preise schließen folglich die Mahlzeiten ein, die nach Provinznormen wirklich nobel sind: zum Beispiel gegrillter Lachs oder Hochrippe zum Abendessen und dazu edle Weine.

Das Begehrteste an der Ranch ist ihr Thermalquellenbecken, bekannt als Drake’s Bath („Drakes Bad“ – nach einem Pionier namens Edward Drake). Tagsüber wird das Wasser auf eine Temperatur abgekühlt, die angenehm zum Schwimmen ist, aber nachts erzeugt das natürlich heiße Wasser aus der Erde einen regelrechten Whirlpool. (Kleiner Tip am Rande: Sie können den Pool auch nutzen, wenn Sie kein Hotelgast sind, sofern Sie am gleichen Abend einen Tisch im Restaurant reservieren.) Drakesbad liegt innerhalb des Parks in der Region Warner Valley (erreichbar über das Städtchen Chester). Fragen Sie die Mitarbeiter der Ranch nach dem Weg zu vulkanischen Phänomenen wie dem Geothermalgebiet Devil’s Kitchen, dem Boiling Springs Lake oder dem Terminal Geyser.

Kehren Sie wieder auf gleichem Weg nach Chester zurück, fahren Sie dann an der Westseite des Parks vorbei und folgen Sie der Beschilderung zum Haupteingang und zum Kohm Yah-mah-nee Visitor Center.

Nächster Halt
Bumpass Hell (10 km; 20 Min.)
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Kodiak Greenwood

Bumpass Hell - Lassen Volcanic National Park

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Bumpass Hell - Lassen Volcanic National Park
Besuchen Sie die größte Konzentration von hydrothermalen Phänomenen des Parks

Nehmen Sie sich etwas Zeit, um im hervorragenden Kohm Ya-mah-nee Visitor Center etwas über die Vulkane Kaliforniens zu erfahren, und begeben Sie sich anschließend nach draußen, um einige der faszinierenden und völlig gefahrlos zugänglichen Phänomene zu besuchen, wie zum Beispiel Bumpass Hell. Der zweite Teil des Namens, „Hölle“, ist durchaus treffend gewählt: Hier erleben Sie Geologie in Aktion – 6½ Hektar kochender Quellen und Schlammtöpfe, zischender Dampfspalten und dröhnender Fumarolen.

Der frühe Pionier Kendall Vanhook Bumpass hatte das Pech, in den 1860er Jahren als erster über diese hydrothermalen Phänomene – buchstäblich – zu stolpern: Er trat dabei in eine kochende Pfütze und verbrannte sich das Bein.

Den Besuchern von heute kann das nicht mehr passieren. Ein leichter, gut ausgeschilderter Weg führt zu diesem Ort hydrothermaler Aktivität – ein 5 km langer Rundweg, der es wert ist. Unterwegs kann man auf einen kleinen Nebenweg abbiegen, der zu einer atemberaubenden Aussicht auf verschiedene Gipfel führt, die in Wahrheit die Reste eines gewaltigen Vulkans namens Mount Tehama sind, der vor rund einer halben Million Jahren explodierte. Ihre Nase wird Sie wissen lassen, wann Sie sich Bumpass Hell nähern. Der Geruch fauler Eier, der von den natürlich austretenden Schwefelgasen stammt, ist ebenso penetrant wie die Geräuschkulisse, die von den rülpsenden Schlammtöpfen und blubbernden Sprudeln erzeugt wird. Der Brettersteg von Bumpass Hell ermöglicht es Ihnen – im Unterschied zum armen Herrn Bumpass – ungefährdet zwischen diesen Gebilden hindurchzulaufen.

Fahren Sie vom Lassen Volcanic National Park weiter nach Norden, um einen der schönsten (und erstaunlicherweise wenig besuchten) Orte, Burney Falls, im McArthur-Burney Falls Memorial State Park zu entdecken.

Nächster Halt
Burney Falls (103 km; 1 Std. 23 Min.)
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Burney Falls by Another Sergio/Flickr

Burney Falls

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Burney Falls
Besuchen Sie einen rauschenden Wasserfall, der auch als „achtes Weltwunder“ bezeichnet wird

Einer der spektakulärsten Wasserfälle im ganzen Staat – wenn nicht gar auf dem gesamten Kontinent – ist diese 39 Meter hohe, farnverhangene Kaskade, die aus dem Nichts zu kommen scheint. Rund hundert Kilometer nordöstlich von Redding, in einem Gebiet, das wie eine ungeordnete Sammlung verwitterter Schlackenkegel und weiter Ebenen unter wolkenlosem Himmel aussieht, sind die Burney Falls eine der größten Überraschungen Kaliforniens. Überraschend ist es daher nicht, dass Teddy Roosevelt, der 26. Präsident der USA, bei ihrem Anblick vom „achten Weltwunder“ sprach.

Folgen Sie einem kurzen Weg zum Hauptaussichtspunkt im McArthur-Burney Falls Memorial State Park. Sie müssen schon schreien (oder auch einfach schweigen und staunen), wenn Sie vor der breiten Wand aus Wasser, die über den farnüberwucherten Fels stürzt, unmittelbar stehen, während sie Regenbogen in den Nebel zeichnet und mit solcher Wucht in das kristallklare Becken an ihrem Fuß prasselt, dass sie Luftblasen bis weit in die Tiefe mitreißt. Die Hauptkaskade hat ihren Ursprung zwar an der Oberkante der Felswand, doch Wasser von der Schneeschmelze dringt auch weiter unten aus dem porösen Vulkangestein aus. Folgen Sie dem Pfad weiter zum Fuß des Wasserfalls, wo Sie Ihre Hand wohl nur kurz ins Wasser halten werden, denn dessen Temperatur steigt selten über 5 °C. Anglern scheint dies aber nichts auszumachen, denn sowohl das Becken als auch der Burney Creek ober- und unterhalb der Fälle sind bei Fliegenfischern ein beliebtes Revier, die nach der Methode „Fangen und Freilassen“ angeln.

Die Reise durch das Vulkanland Kaliforniens führt Sie nun weiter nach Nordwesten zum unvergesslichen Mount Shasta, einem der höchsten Berge des Staates.

Nächster Halt
Mt. Shasta (84 km; 55 Min.)
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Kodiak Greenwood

Mount Shasta

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Mount Shasta
Erleben Sie Wildblumenwiesen, ganzjährige Schneefelder und einen Hauch von Esoterik!

Wenn der Himmel klar ist, dann wird dieser massive, ganzjährig schneebedeckte Gipfel bald alles sein, was Sie vor sich sehen, wenn Sie nach Nordwesten fahren – ein Koloss, der an seiner Spitze 4.322 Meter über den Meeresspiegel ragt. Und im Unterschied zu vielen anderen Bergen erhebt er sich aus dem umgebenden Flachland in solch vollkommener kegelförmiger Erhabenheit, dass er beinahe unwirklich erscheint – wie die Verwirklichung der naiven kindlichen Vorstellung von einem perfekten Berg. (Der berühmte Naturforscher John Muir schrieb, sein Blut habe sich „in Wein verwandelt“, als er diesen an den Fudschi erinnernden Berg zum ersten Mal sah.) Eine Besteigung ist nur den abgehärtetsten Kletterern zu empfehlen. Auskünfte über Bergführer erhalten Sie in The Fifth Season (einem Laden für “Outdoor”-Bedarf, nicht für Karnevalsartikel!) im Städtchen Mount Shasta, einer esoterischen Hippie-Enklave an der Westflanke des Bergs. (Um ein Gefühl für den Ort zu bekommen, müssen Sie sich nur in The Crystal Room begeben, einen echter Augenschmaus voller Prismen.)

Zum Glück brauchen Sie nicht unbedingt den Gipfel zu erklimmen, um an diesem Bergparadies Ihre Freude zu haben. Leicht zu bewältigende Wanderrundwege führen durch wildblumenübersäte Wiesen und kühle Wälder. Einer der hübschesten Pfade – eine bequeme gut drei Kilometer lange Strecke am McCloud River entlang auf der Südseite des Berges – führt zu drei sehr schönen Wasserfällen, von denen die Middle Falls die prächtigsten sind. Dazu gibt es Campingmöglichkeiten, Höhlen und Angelreviere zum Fliegenfischen. In den meisten Wintern kann man im einfachen und hauptsächlich von Einheimischen genutzten Mt. Shasta Ski Park am Westhang des Berges auch Ski fahren.

Die nächste Etappe Ihrer Reise führt Sie zunächst nach Süden, bevor Sie dann westwärts zur Pazifikküste fahren. Der erste Halt ist einer der beliebtesten Freizeitstauseen Kaliforniens, der riesige Shasta Lake.

Nächster Halt
Shasta Lake (87 km; 55 Min.)
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Kodiak Greenwood

Shasta Lake

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Shasta Lake
Mieten Sie sich ein Hausboot, um den größten Stausee des Staates kennenzulernen!

Verbringen Sie den Tag damit, diesen 121 km² großen Stausee kennenzulernen, den größten in Kalifornien. An einem typischen Sommertag ist das kristallblaue Gewässer übersät mit Angelbooten, Wassermotorrädern, Reifenschläuchen – nahezu allem, was schwimmt. Knapp 600 Kilometer Ufer winden sich um spiegelglatte Buchten, in denen man wunderbar ankern und die Angel auswerfen kann, um Quappenwelse, Störe oder Sonnen- und andere Barsche zu fangen.

Noch besser: Verbringen Sie eine Nacht (oder mehrere Nächte) hier in einem luxuriösen Hausboot! Das Angebot der Hausboote, die man rund um den See anmieten kann, reicht von einfachen Basismodellen mit durchaus komfortabler Einrichtung bis zum mehrstöckigen schwimmenden Palästen mit Whirlpool-“Spas”, Feinschmeckerküchen und riesigen Suiten, in denen Fernsehgeräte mit Flachbildschirm hängen.

„Vielleicht hören Sie vor dem Besuch noch einmal in Woody Guthries klassischen Folk-Song “This Land Is Your Land” herein, seine Ode an Amerika, die er schrieb, als er am Bau der Staumauer mitwirkte.“

Einen Halt ist auch der 183 Meter hohe Staudamm wert, den man kostenlos besichtigen kann. Vielleicht hören Sie vor dem Besuch noch einmal in Woody Guthries klassischen Folk-Song “This Land Is Your Land” herein, seine Ode an Amerika, die er schrieb, als er am Bau der Staumauer mitwirkte. Ein weiteres ganzjährig mögliches Abenteuer: eine Führung durch die Lake Shasta Caverns, eine faszinierende Höhlenwelt, die im Laufe von 250 Millionen Jahren entstanden ist und nur mit dem Boot zugänglich ist (die Bootsfahrt ist natürlich im Ausflug inbegriffen).

Nachdem Sie sich am Shasta Lake vergnügt haben, fahren Sie ein kleines Stück weiter nach Süden in die freundliche und lockere Stadt Redding, wo Sie eine der faszinierendsten Brücken Kaliforniens bestaunen können.

Nächster Halt
Redding (13 km; 11 Min.)
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Kodiak Greenwood

Sundial Bridge - Redding

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Sundial Bridge - Redding
Schlendern Sie über eine futuristische Brücke über den Sacramento River

Diese bemerkenswerte, von dem berühmten spanischen Architekten Santiago Calatrava entworfene Brücke ist ein funktionales Kunstwerk, das den von Bäumen gesäumten und mit Forellen gefüllten Sacramento River im Turtle Bay Exploration Park von Redding überspannt. Mit ihrem Fußweg aus Glasbausteinen, dem gewaltigen weißen Brückenpfeiler und den Seilen, die eine – wenn auch ungenaue – Sonnenuhr bilden, ist die 213 Meter lange Konstruktion zweifelsohne beeindruckend – ein Beispiel menschlicher Schöpferkraft und Erfindungsgabe, zwei wichtigen Themen dieses 121 Hektar großen Parks.

Besuchen Sie, bevor Sie die Brücke überqueren, das angrenzende Besucherzentrum. Draußen können Kinder in Paul Bunyan’s Forest Camp erfahren, wie die Holzfäller früher in dieser Gegend lebten, und es gibt auch den Nachbau einer traditionellen Indianerbehausung aus Baumrinde. Innen beleuchten lehrreiche Exponate die Fauna und die Naturgeschichte der Region.

Laufen Sie nun über die Sundial Bridge – wenn Sie dort Fliegenfischer sehen, dann warten Sie ein paar Minuten und Sie werden vermutlich sehen, wie sie den einen oder anderen Fisch angeln. (Der Fluss ist hier voller Forellen.) An der Nordseite der Brücke, dem Museum gegenüber, können Sie sich dann in den 81 Hektar großen McConnell Arboretum & Botanical Gardens neben einheimischen und dürretoleranten Pflanzen entspannen, sich ein Fahrrad ausleihen oder an einer geführten Segway-Tour über Uferwege teilnehmen.

Ihre Autoreise endet mit einer abschließenden Etappe durch zerklüftete Waldlandschaften, vorbei an funkelnden Seen und verschlungenen Bächen, durch kühle Küstenmammutbaumwälder bis zur Küstenstadt Eureka.

Nächster Halt
Eureka (238 km; 3 Std. 4 Min.)
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Courtesy of Humboldt County CVB

Eureka

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Eureka
Natur und Kultur verschmelzen in einem künstlerisch angehauchten viktorianischen Seehafen

Nach so viel Wildnis während der ersten Hälfte Ihrer Fahrt bietet Ihnen das lebhafte Eureka eine willkommene Abwechslung. Diese lebensfrohe Hafenstadt – die größte Küstenstadt zwischen San Francisco und Portland (Oregon) – besitzt eine interessante gespaltene Persönlichkeit: einerseits einen Hauch Nostalgie in der hübsch restaurierten Altstadt aus der Viktorianischen Zeit und andererseits einen umtriebigen geschützten Seehafen, in dem verkrustete Fischerboote tagtäglich ein- und auslaufen, und Langholztransporter, die durch die Stadt rattern. Hinzu kommt umweltbewusstes studentisches Leben, das von der Humboldt State University im benachbarten Arcata herüberschwappt. Hunderte kunstvoll verzierter Wohnhäuser aus dem 19. Jahrhundert – wie das Carson Mansion am Ende der Second Street, Inbegriff des Queen-Anne-Baustils und heute Sitz eines privaten Clubs – spiegeln den Wohlstand aus den Gründerjahren von Eureka wider, als die Stadt noch ganz im Zeichen der Holzindustrie stand. Die gesamte Stadt – eine bestechende Mischung aus Natur und Kultur mit der Anmutung einer Kleinstadt – wurde vom Staat unter Denkmalschutz gestellt.

Beginnen Sie Ihren Besuch am Hafen, wo Ihnen eine nette Promenade hübsche Aussichten auf das Hafenbecken und die angrenzende Humboldt Bay gewährt. Besuchen Sie das kleine Seefahrtsmuseum, und begeben Sie sich anschließend zu einer 75 Minuten langen kommentierten Rundfahrt an Bord der MV Madaket, einer gemütlichen Fähre, die schon seit 1910 durch die Bucht tuckert. In der an den Hafen angrenzenden Old Town (Altstadt) sollten Sie sich geradewegs zum Humboldt Bay Tourism Center begeben, in dem Sie einheimische Weine, Biere und Austern kosten, sich Empfehlungen zu Galerien, Läden und Restaurants der Umgebung holen sowie Ausflüge und Abenteuer buchen können.

Eureka zeichnet sich auch dadurch aus, das südliche Tor zu einer Reihe von Schutzgebieten zu bilden, die man unter der Bezeichnung Redwood National and State Historic Parks zusammenfasst. Sie gehören zum Weltnaturerbe und zu den denkwürdigsten Landschaften Kaliforniens.

Von Eureka aus sind es rund 450 Kilometer oder fünf Autostunden entlang der Küste bis nach San Francisco.